Rundschreiben Sept. 2016

Liebe FreundInnen und UnterstützerInnen von „Tränen trocknen in Afrika“!
Ich bitte um Entschuldigung, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich habe so lange gewartet, weil ich gerne Positives berichten wollte.
Leider ist es in Mosambik immer noch  politisch sehr instabil. Viele sprechen von Krieg, offiziell ist aber nicht die Rede davon. Tatsache ist, dass Viele Menschen schon gestorben sind durch Gewalt der Anhänger beider politischen Parteien, die sich gegenseitig Korruption vorwerfen. Schon Ende letzten Jahres sind Tausende MosambikanerInnen nach Malawi geflüchtet, um Vergewaltigung und Tod zu entkommen.
Das Gebiet um unser Waisenhaus in Angonia ist bisher verschont geblieben, Gott sei Dank! Unser Mitarbeiter Pastor Victorino berichtete nur 1x, dass die Kinder noch rechtzeitig ins Nachbardorf geflüchtet sind und dort 1 Nacht verbracht haben, als unser Heim überfallen worden ist. Wir danken Gott für alle Bewahrung!
Unser nächstes Bauprojekt liegt aber wegen der instabilen Situation auf Eis.
Dabei könnten wir die Photovoltaikanlage echt gut gebrauchen, denn unser Haus ist immer noch nicht ans lokale Stromnetz angeschlossen, trotz Versprechen schon fürs Vorjahr. Die Mühlen in Afrika mahlen schon sehr langsam!
Unser ältestes Mädchen ist leider von Verwandtschaft abgeholt worden Sie muss mit 14 Jahren bei der Dorfarbeit helfen und bald heiraten. Schulbildung wird für sie leider für überflüssig gehalten.
Dafür fühlt sich unser Jüngster, Combucani mit 4 Jahren schon recht wohl in unserer Gemeinschaft. Seine Oma ist nun entlastet, aber sie besucht ihn oft.
Wir beschäftigen 5 einheimische Mitarbeiter für Kinderbetreuung, Wachpersonal und Administration.
Ich hoffe, dass ich im nächsten Frühjahr wieder einen Besuch machen kann.
Letzte  Woche nahm ich an einem Webinar des Foundraisingverbandes teil, um alle Neuerungen rund um die Spendenverwaltung zu verstehen und richtig anwenden zu können.
Ab 1.1.2017 bin demnach auch ich verpflichtet, alle Spenden direkt ans Finanzamt zu melden. Dafür brauche ich allerdings das Geburtsdatumund den vollständigen Namen der Spender. (Es sind spezielle Erlagscheine und online-Formulare in Arbeit, um diese zu erheben, gleich mit der Spende) d.h.: ab 2018 muss dann nicht mehr der Spender seine Spenden von 2017 bei Finanzonline eingeben, sondern der Verein, dem gespendet wurde (sofern er steuerbegünstigt ist). Beim Steuerausgleich erscheint dann der gespendete Betrag automatisch (wenn ich Namen und Geburtsdatum mit einem verschlüsselten Code richtig eingegeben habe 🙂
Nächstes Jahr muss jeder Spender also noch seine Spenden von 2016 selber beim Finanzamt einreichen, ab 2018 ist das selber gar nicht mehr möglich. Wer sein Geburtsdatum also nicht bekannt geben will, kann seine Spende nicht mehr absetzen.
Wer also sicher gehen will, dass seine/ihre Spenden ab 1.1.2017 auch abgesetzt werden, der kann mir gleich mal den vollständigen Namen samt Geburtsdatum mailen.
Vielen Dank für deine Unterstützung bisher!

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